TIWANAKU phase IV

Eine Forschungsarbeit von Cesare Berrini über die ideografische Darstellung
des jährlichen Sonnenzyklus im Basrelief des Sonnentores von Tiwanaku.
Die Pyramide Akapana und das geometrische System der Zeitmessung
und der präInkaischen Zivilisation von Tiwanaku.

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Das Sonnentor 37KB


Der Monolith des Sonnentores
und die figürliche Darstellung
des jährlichen Sonnenzyklus
Überbringer des Tages
Einer der dreißig
Überbringer des Tages
(obere Reihe, rechts)

Die Farben des Überbringers des Tages hängen mit der Beschreibung der
ideografischen Struktur zusammen. Sie wurden von dem Autor dieser
Forschungsarbeit erarbeitet. Die Vervielfältigung ist verboten

DIE PROPORTIONALUHR (Foto am Ende der Seite)


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ie archäologische Stätte befindet sich im Süden des Titicacasees auf bolivianischem Territorium, das zu den Aymara sprechenden ethnischen Gruppen gehört. Aus diesem Grund wird die Bezeichnung "Tiwanaku" dem Begriff "Tiahuanaco" vorgezogen, welcher aus der Quechua Sprache stammt.
Karte 100KB
 Inkaisches Imperium 
(Karte)
Eine ikonografische Studie über die präInkaische Zivilisation von Tiwanaku ermittelt in dem figurativen Komplex, der in die Fronseite des Sonnentores eingemeißelt ist, ein ideografisches System, welches den Ablauf des järlichen Sonnenzyklus mit Präzision beschreibt.
Die Theorie interpretiert die Ideogramme im Basrelief als ein geometrisches System der Zeitmessung, in der der järliche Sonnenzyklus figürlich dargestellt ist.



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eben der Zeitmessung des Sonnenzyklus stellen die ideografischen Bilder über den Kalender hinaus auch die hierachischer Ordnung des Staates dar.
Die Theorie, es könne sich dabei um dieselbe soziale Ordnung wie bei den Inka handeln, stellte der namhafte Ethnologe R. T. Zuidema in seinen Studien über das System der Cheque von Cuzco (Qosqo) und seine Gruppen Collana, Payan und Cayao auf.
Falken-Man
Falken-Man. Chavin de Huantar
Die Recherche umfasste die folgende Forschungsgebiete: Ethnologie, Kulturelle Anthropologie, Linguistik, Archäologie und Archäo-Astronomie; diese bilden auch den interdisziplinären Rahmen, innerhalb dessen man die Interpretation der Studien verifizieren muß. Die Studie spürt die ursprüngliche Beschreibung der fundamentalen Elemente der präInkaischen Kultur von Tiwanaku IV wieder auf, von denen nur noch wenige Spuren in den spanischen Chroniken über die Inka-Zivilisation erhalten sind, die im 16. und 17. Jahrhundert verfasst wurden. Berücksichtigt man die Ergebnisse dieser Nachforschung im Kontext mit der historischen Rekonstruktion über die präInkaischen und Inka-Anden-Zivilisation, so könnte man die möglichen Ursachen für das Fehlen oder für eine fehlende Entwicklung eines Schriftsystems erklären.



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as Konzept der "Geometrisierung"des Sonnenzyklus, das wir aus dieser Studie erhalten, könnte in eine nützliche Richtung für Untersuchungen anderer prähistorischer Kulturen weisen.
Mochica Juwel
Mochica Juwel. (Gold und Türkis)
Es könnte erklären, auf welche Art und Weise die Daten für die Himmelsberechnungen gemessen und wie das komplexe astronomische Wissen in die enormen architektonischen und planimetrischen Strukturen übertragen wurde, die noch heute in den verschiedenen Teilen zu sehen sind.


 

DIE GEOMETRISCHE ZEITMESSUNG VON TIWANAKU.
DAS ZWEITE KEPLERSCHE GESETZ
UND DIE PROPORTIONALUHR.


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ie wissenschaftliche Zuverlässigkeit dieser Recherche findet ihre indirekte Bestätigung in dem Zifferblatt der Uhr. Das hängt damit zusammen, dass sämtliche Systeme der Zeitmessung sich auf den Sonnenzyklus beziehen, das heißt auf die mathematischen und geometrischen Parameter, die die Erdbahn beschreiben.
Proportionaluhr
Proportionaluhr
 © Alle Rechte vorbehalten. 
Wenn man nun das zweite Keplersche Gesetz auf den Stundenkreis anwendet, bemerkt man ein geometrisches System für die figürliche Darstellung der Zeit, die den Namen "Proportionaler Quadrant" erhält.
Von diesem Quadranten gelangen wir zur "Proportionaluhr", die eine bisher unbekannte figürliche Dimension der Zeit in die Architektur und Stadtplanung einfürt.
Das Foto auf der rechten Seite zeigt ein Beispiel einer Straßenraumgestaltung mit einer Proportionaluhr. Eine Skulptur, die von Cesare Berrini aus Porphyr, weißen Flußsteinen und Wasser für eine Weinkellerei im Trentino realisiert wurde.



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ie Forschung nach dem ideografischen System des Sonnentores von Tiwanaku und der Proportionaluhr wurde im Winter 1995/96 im Tridentinischen Naturkundemuseum in einer Ausstellung mit dem Titel " Geometrie del Tempo " (Geometrie der Zeit); gesponsert von FeCCriT und von PROMART aus Trient, vorgestellt.
Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit sind darüber hinaus von dem peruanischen Soziologen Victor Campero in seiner Abhandlung zitiert worden: Tawantinsuyo: Gli Incas: CiviltÓ scomparsa o etnia sottomessa? (Tawantinsuyo: Die Inkas: Verschwundene Zivilisation oder unterworfene Ethnien?)

KONTAKTE PRIORITÄT:
Über das ideografische System: Universität und Forscher
Über die Proportionaluhr: Architekten und Stadtplaner

Veröffentlichung von A.A.T. (Associazione Astrofili Trentini)

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